2018 Gibraltar

Die Karte stammt aus google/maps, wobei einige Reisepunkte weggelassen wurden

Nach all den Vorbereitungen wollten wir über Frankfurt und Freiburg nach Dole fahren – aber da spielte uns die Autobahnbaustelle in Karlsruhe und das (letzte) Formel-1-Rennen auf dem Hockenheim einen Streich. Also umsteuern, aber wie kommen wir an der für unser Fahrzeug gesperrten Leverkusener Rheinbrücke vorbei? Einziger Gedanke: Wuppertal. Und so sind wir über Kamener Kreuz, A1, Wuppertal, Düsseldorf zum Kölner Ring gekommen. Die Strecke hat mir aber durch die Enge und Gefällstrecken gar nicht gefallen. Daher war hier schon der Gedanke, auf der Rückfahrt anders zu fahren.

Erstes Ziel war der Campingplatz Treviris in Trier. Der Platz ist recht einfach, hat aber ein recht leistungsfähiges Restaurant. Hier besichtigten wir natürlich die Porta Nigra.

Am nächsten Tag fuhren wir über Bitburg und Luxemburg weiter nach Dole in Frankreich. Die Zufahrt zum Campingplatz wirkt etwas eng, war aber für uns gut zu befahren. Die paar Meter (waren es 1500?) bis zum Einkaufszentrum haben wir zu Fuß zurückgelegt und auf dem Rückweg an der Fußgängerbrücke in einem Restaurant noch einen Kaffee getrunken. Am nächsten Tag haben wir bei der Abfahrt noch im Einkaufszentrum unsere Vorräte aufgestockt.

Und dann ging es nach Montignac mit der Grotte von Lascaux. In Google Maps sah es so aus, als ob es ein Hochtal wäre zwischen Clermont-Ferrand und Brive-le-Gaillard – aber falsch: Berg rauf und runter und unzählige hohe Brücken mit niedrigem Geländer und keinem Seitenstreifen.

In Montignac waren wir auf einem Campingplatz, der uns überraschte, da er von außen unscheinbar, aber drin sehr sauber und schön war. Die Nutrias im Mühlteich kamen abends zum Fressen raus.

Auf der Weiterfahrt kamen wir natürlich in Bordeaux in einen ersten kleinen Stau (die Staus in Deutschland am Ende der Reise waren größer!). Da wir in Lit-et-Mixe schon mal waren, wollten wir dort auf einen Campingplatz, der ganz vorn am Meer lag. An der Rezeption sagte man uns: Da im Wohnmobilbereich baut gerade Jemand ab – sobald der weg ist könnt ihr da hin. Abends haben wir den Sonnenuntergang auf den Dünen erlebt – unvergesslich (siehe Galerie). Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Duschen im Rezeptions-Gebäude kamen wir an 2-3 schlafenden Leuten vorbei (die Rezeption war noch zu). Auf dem Rückweg standen schon 5 weitere Platzsuchende dort!

Und dann ging es nach Spanien. In einer Baustelle in Frankreich wurden wir in einer Überholzone für LKW dann geblitzt – mal schauen, was auf uns zukommt. Wir sind ja ein PKW mit 3,5 t.

Ziel war Tordesillas. Auf halber Strecke haben wir in Miranda del Ebro in einem Schnellimbiss (siehe Einkaufsmöglichkeiten) gegessen. Dann wollten wir eigentlich auf der mautfreien Straße bis Burgos fahren – aber nach der Schlucht bei Pancorbo sind wir doch auf die Autobahn gefahren, da es schneller ging. Aber die Schlucht war schon eindrucksvoll!

In Tordesillas waren wir auf einem guten Campingplatz. Dieser hatte nur zwei „Fehler“: an den Duschen zum großen Schwimmbad hatten sich neben der Duschwanne Wespen angesiedelt, die das Wasser mochten, und die kühlenden Bäume warfen ihre Blüten oder Früchte ab, die leider sehr klebten. In Verbindung mit dem Staub der Wege ergab sich eine Schicht unter den Schuhen, die kaum zu entfernen war. Erst zwei Campingplätze später habe ich das Profil in meinen Campingschuhen wieder reingeschnitten!

Unterwegs kamen wir dann an einer Ausschilderung eines Skigebietes vorbei – wir waren ja auch auf 1000 Meter Höhe!

Als wir schon kurz nach 13 Uhr am nächsten Tag in Merida, unserem geplanten Zwischenziel waren, beschlossen wir noch weiterzufahren. In Merida haben wir getankt – aber leider an der teuren ersten Tankstelle. Wir hätten einfach 500 Meter bis zum Aldi weiterfahren sollen! 

Vor Sevilla sahen wir dann eine riesige Rauchwolke. Kommentar: Da kommen wir doch hoffentlich nicht vorbei? Aber falsch gehofft. Der Brand war in einem Recyclingbetrieb direkt neben der Autobahn. Es brannte ein großer Metallhaufen. Im Vorbeifahren hatte ich den Eindruck, dass dort neben Aluminium auch rostiges Eisen gelagert war, was in dieser Zusammensetzung auch als Thermit bezeichnet werden kann.

Den Campingplatz Villsom haben wir erst nicht gefunden, da die Ausschilderung aufgrund einer Baustelle direkt vor der Einfahrt auch „unterirdisch“ war. Als wir uns im Schwimmbad abkühlen wollten, wurde ich von dem Aufpasser aufgefordert, meine Brille abzusetzen, da dies im Schwimmbad nicht erlaubt sei (Glas!). Meine Hinweise auf die Notwendigkeit der getönten Brille wurden mit den Worten „it´s the law“ als nicht passend angesehen. Ich fühlte mich hier sehr diskriminiert als Brillenträger! Und dann kam auch noch die Ausstattung der Sanitärhäuser dazu: halbhohe Türen in Duschen und Toiletten. Echt super!

Aber das hat uns am nächsten Tag mit dem frühen Eintreffen in Tarifa entschädigt. Leider lag die marokkanische Küste in den Wolken. Wir wunderten uns über die Polizei, die zahlreich herumfuhr. Später lasen wir, dass an dem Morgen mal wieder ein Flüchtlingsboot ein paar Meter weiter aus Afrika angekommen war und die Leute flüchtig waren. Wir parkten am Sportzentrum auf einem Parkplatz, der zum Campen verboten war. Da gerade ein Polizeiwagen vorbeifuhr fragten wir, ob wir bleiben dürften. Mit Händen und Füßen erklärten uns die Polizisten, dass wir stehen könnten, wenn wir keinen Tisch und Stuhl herausholen würden.

Und dann waren wir in Gibraltar, unserem eigentlichen Ziel angekommen. Der Campingplatz Sureuropa in La Linea de la Conception gehört zu einem Behindertenprojekt. Es ist ein sehr sauberer Campingplatz. Einzig störte uns, dass die Putzfrau morgens genau zu „unseren“ Zeiten putzen musste 😉 . Eine Reservierung ist wohl nur kurz vor der Anreise möglich. Am Strand gab es dann für meine Frau das Highlight: schöne große Muscheln, wie sie früher als „Leckmuscheln“ im Laden bei uns verkauft wurden.

Anschließend fuhren wir nach Granada, wo ich für 15 Uhr Eintrittskarten in den Nasridenpalast hatte. Auf der Küstenautobahn, die wir trotz Maut nahmen, war der Wind sehr stark. Wir waren ca. 2 Stunden vorher dort, besichtigten die Gärten und anschließend den Palast – und hatten dann nach 4 Stunden eine Reizüberflutung, so dass wir uns wieder zum Wohnmobil zurück bewegten. Die Hitze tat ihr Teil dazu! Auf dem Campingplatz Alto de Vinuelas hatten wir reserviert. Wir hielten auf der unteren Ebene. Im Nachhinein hätten wir vielleicht ganz nach oben fahren sollen. Aber der Campingplatz ist in sich schon recht steil aber gut. Und vor allem gut war das Essen im vorgelagerten Restaurant! Wir mussten uns die Reste einpacken lassen, so dass diese noch am nächsten Tag reichten.

Auf dem Weg nach Alicante/El Campello hielten wir in Lorca, wo wir nicht zu dem Einkaufszentrum fuhren, sondern direkt nach der Abfahrt einen Aldi ansteuerten.

Der Wohnmobilpark in El Campello war so sauber und toll wie wir das nicht gedacht hatten! Dafür war das Mittelmeerwasser p…warm.

Auf dem Weg nach Zaragoza (wir wollten Barcelona umgehen) kamen wir dann an dem zweiten Skigebiet vorbei. Und außerdem kamen wir an einem Flugzeug-Parkplatz in Teruel vorbei.

Und ansonsten: von Valencia bis Argeles-sur-Mer: Berge, Berge, Berge

Aber die eine Woche Strandurlaub ging dann doch schnell vorbei und es ging über Carcassonne und die Pont du Gard nach Avignon auf einen Campingplatz, der von den sanitären Einrichtungen doch etwas gewöhnungsbedürftig war. Da wir morgens früh dran waren, ging es, aber eigentlich waren es zu wenig Einrichtungen. Und Laden und Restaurant/Kiosk waren eher abstoßend. Dafür lag der Platz gegenüber der Pont d´Avignon!

Als wir dann am nächsten Morgen nach Val-de-Meuse aufbrachen hatte ich vorher mal die Wetterkarte angeschaut und Schlimmes befürchtet. Auf dem Weg  bewahrheitete sich dies: In der Gegend von Mornas/Bollene wurde der Tag zur Nacht (wirklich – schwarzer Himmel!) und es begann in Sturzbächen zu regnen. Wie ich es vorher gesehen hatte, hielt sich dieses Gebiet im Rhonetal stabil auf. Daher hieß es einfach weiterfahren. Mit 40-60 km/h mit Warnblink im Abstand von 150 bis 200 Metern auf der mittleren Spur hinter einem LKW her. Ob die vielen Fahrzeuge am rechten Straßenrand den richtigen Parkplatz hatten, wage ich zu bezweifeln. Denn an Steigungen sahen wir aus den Gullis meterhofe Wasserfontänen kommen, da die Kanalisation die Wassermassen nicht fassen konnten. Nach ca. 30 bis 35 Kilometern waren wir dann durch und hinter Valence hörte der starke Regen dann auf. An diesem Tag wurde übrigens im Bereich der Ardeche ein Zeltlager einer Leverkusener Jugendgruppe weggespült.

Und dann waren wir schon fast wieder in Deutschland. Die Überlegungen über Metz – Saarbrücken – Mainz nach Hause zu fahren, habe ich dann verworfen, da ich mir sagte, dass dies keinen Zeitgewinn bringt. Und so sind wir über Luxemburg – Bitburg nach Köln gefahren aber diesmal südlich (A553 und A4) rüber auf die erstaunlich leere A3. Als wir am Kreuz Wupptertal vorbei (!) waren, kamen dann die Verkehrsnachrichten, so dass wir nicht mehr direkt hoch auf die A2 fahren konnten: insgesamt ca. 60 Minuten Zeitverlust! Im Ausland hatten wir auf der gesamten Strecke nicht so viel Stau zusammen!

Fazit: Es war eine schöne Reise und mal schauen ob wir nächstes Jahr nach Kroatien zu den Plitvicer Seen oder an die Loire fahren.

Hier habe ich die einzelnen Tagesetappen aufgeführt, wobei wir in Argeles-sur-Mer eine Woche blieben.

StartortZielortEntfernungFahrtzeit
Porta Westfalica Trier41105:40
TrierDole 41805:40
Dole Montignac51407:45
MontignacLit-et-Mixe32504:45
Lit-et-MixeTordesillas 52708:10
Tordesillas Dos Hermanas62008:05
Dos HermanasLa Linea 25405:25
La Linea Granada 31808:55
Granada Alicante 35905:30
Alicante Zaragoza 49806:45
Zaragoza Argeles-sur-Mer45907:15
Argeles-sur-MerAvignon39908:20
AvignonMontigny-Le-Roi57107:50
Montigny-Le-RoiPorta Westfalica 67910:04
    
 gesamt:6352100:09

Einkaufsmöglichkeiten auf dem Reiseweg

Um vor Ort nicht lange suchen zu müssen, habe ich im Vorfeld bereits am Campingplatz oder an der Strecke liegende Einkaufsmöglichkeiten herausgesucht. Mit dem Wohnmobil kann man ja nicht so einfach mal gerade losfahren!

Ach ja: die Kartenausschnitte stammen von google/maps.

2018 soll es nach Spanien – oder besser nach Gibraltar gehen. Hier werde ich einige Reisevorbereitungen schon mal eintragen.

Da in Frankreich und Spanien die Autobahnen Maut kosten, habe ich mich mal umgeschaut. Dabei bin ich auf das Mautgerät der Firma „bip and go“ gestoßen. Dieses Gerät funktioniert sowohl in Frankreich als auch in Spanien. Man bezahlt eine Jahresgebühr von 10 EUR und in den Monaten der Benutzung noch einmal einen geringen Betrag – zusätzlich zu den eigentlichen Mautkosten. Hierfür kann man aber an den Mautstationen die „Telepeage-Spuren“ (mit einem T gekennzeichnet) nutzen. Man fährt dann einfach langsam durch. Ich hoffe nur, dass in Frankreich unsere Höhe richtig erfasst wird, da wir knapp unter 3 Meter sind und über 3 Meter wäre die LKW-Gebühr fällig – das wäre das 1 1/2 fache bis 2 fache!

Die Besichtigungsstationen kann man vorher im Internet buchen:

Grotte von Lascaux (einige Monate vorher buchbar für ein bestimmtes Datum und die Uhrzeit, wobei Führungen in französisch und englisch angeboten wurden)

Felsen von Gibraltar (nach Buchung ein halbes Jahr gültig – ein fehlerhafter Druck von „2017“ wurde mir aus Gibraltar als bekannter Systemfehler zurückgemeldet, ich solle aber vorsichtshalber diese Bestätigung ausgedruckt mitnehmen)

Alhambra (einige Monate vorher buchbar für ein bestimmtes Datum und die Uhrzeit; geschätzt 3-4 Monate vorher buchbar; der Link führt auf die Ticketseite des „großen“ Tickets)

Im Folgenden sind so einige „Übernachtungsüberlegungen“ nach Gibraltar und zurück aufgeführt. Die Fahrt soll über die französische Atlantikküste (Biarritz), an der portugiesischen Grenze entlang nach Gibraltar und am Mittelmeer zurück erfolgen.

 NameWebsiteOrtAnschriftzus. Infos
1Camping Larrouletahttp://www.larrouleta.comUrrugne210 Route de Socoa, 64122 Urrugne, Frankreichkurz vor Grenze zu Spanien (Biarritz)
2Camping Olidenhttp://www.campingoliden.com/index.php/en/OiartzunCarretera de Rentería a Irún, km 5.5, 20180 Oiartzun, Guipúzcoa, Gipuzkoa, Spanienkurz hinter der spanischen Grenze
3Camping Fuentes Blancashttp://www.campingburgos.com/index.phpBurgosCalle Cartuja de Miraflores, 0, 09001 Burgos, Spanien 
4Camping El Astralhttps://www.campingelastral.es/de/TordesillasCamino Pollos, 8, 47100 Tordesillas, Valladolid, Spanien 
5Camping Cubillashttp://campingcubillas.com/ValladolidAutovía de Castilla, 102, 47290 Cubillas de Santa Marta, Valladolid, Spanienetwas weg von der Strecke
6Camping Ruta de la Platahttp://campingrutadelaplata.com/?lang=deSalamancaCamino Alto a los Villares, 37798 Villamayor, Salamanca, Spanien 
7Camping La Choperahttp://www.campinglachopera.es/PlasenciaValle del Jerte, Carretera N-110, Km. 401,300, 10600 Plasencia, Cáceres, Spanien 
8Camping Cacereshttps://www.campingcaceres.com/CaceresCarretera N-630, Km 549.5, 10005 Cáceres, Spanien 
9Camping Merida MeridaCarr de Extremadura, Km338, 06800 Mérida, Badajoz, Spanien 
19Camping Villsomhttps://campingfuehrer.adac.de/campingfuehrer/spanien-andalusien-camping-villsom-ad720.phpSevillaCarretera N-IV, km 554,8, 41703 Dos Hermanas, Sevilla, Spanien 
      
10Camping Mar Menorhttp://campingmarmenor.com/CartagenaCamino al Camping Mar Menor, 2651, 30730 Los Alcázares, Murcia, Spanienneben Flugplatz
11CAMPER AREA CAMPELLO BEACHhttp://www.camperareacampellobeach.com/AlicanteCalle Juan de la Cierva, 8, 03560 El Campello, Alicante, SpanienWohnmobilstellplatz
12Camping Coll Verthttp://www.collvertcamping.com/en/ValenciaParque Natural de la Albufera – Playa de Pinedo, Ctra. del riu, 486, 46012 Valencia, Spanien 
13Camping Puzolhttp://www.campingpuzol.com/enSaguntCamí Riu Turia, 3, 46530 Puzol Playa, Valencia, SpanienSchwesterplatz von Coll Vert?
14Camping Totanahttp://www.campingtotana.es/Totana/MurciaCtra. Nacional 340, Km. 614 , 30850 (Totana) MURCIACamping oder feste Blockhäuser nur?
15Einkaufszentrum vor Lorca http://www.parquealmenara.com/Lorca großer Parkplatz
16Camping Nautichttp://campingnautic.com/index.php/de/TarragonaCarrer de la Llibertat, s/n, 43860 L’Ametlla de Mar, Tarragona, Spanien 
17Camping La Masia/Tarragonahttp://www.camping-lamasia.com/TarragonaPlaya de la Almadraba, Ctra. N-340, Km. 1.121, 43890 Almadrava, Tarragona, Spanienvor Barcelona; in der Nähe Kernkraftwerk; großer Parkplatz direkt daneben (ca. 200 Meter)
18Camping La Masiahttp://www.campinglamasia.com/Blanes; Lloret del MarCAMPING LA MASIA,S.A. C.Colon, 44 17300 BLANESzwischen Barcelona und Perpignan
19Camping Villsomhttp://campingvillsom.blogspot.de/SevillaCarretera N-IV, km 554,8, 41703 Dos Hermanas, Sevilla, Spanien 
20Camping Zaragozahttp://www.campingzaragoza.com/ZaragozaCalle San Juan Bautista de la Salle, s/n, 50012 Zaragoza, Spanien 
21Camping San Jorgehttp://campinghuesca.net/HuescaCalle Ricardo del Arco, s/n, 22001 Huesca, Spanien 
22Camping Alto de Vinuelashttp://campingaltodevinuelas.com/GranadaCtra. de Beas de Granada, s/n, 18184 Beas de Granada, Granada, Spanien